Der FCM ist wieder da! Saisonrückblick 2012/2013

Schon komisch. Da ist die Spielzeit 2012/2013 mit dem Gewinn des Landespokals am 31.05.2013 gerade erst zuende gegangen und schon sind es nur noch etwa 2,5 Wochen, bis Coach Andreas Petersen die Erste Männermannschaft des Ersten Fußballclubs Magdeburg bereits wieder zum Trainingsauftakt in die Spielzeit 2013/2014 bittet. Und während die neue Saison inzwischen schon längst ihre Schatten vorauswirft, indem nämlich zum Beispiel am 15.06. unser Gegner in der ersten Runde des DFB-Pokals ausgelost wird, soll es heute an dieser Stelle noch einmal um einen kleinen, persönlichen Rückblick auf die just abgelaufene Saison gehen.

Auch mit ein paar Tagen Abstand und dem Fokus auf anderen Themen als dem FC Magdeburg bleibt unter dem Strich ein durchweg wohliges, positives Gefühl zurück. Das sportliche Abschneiden der Mannschaft mit dem sechsten Tabellenplatz und natürlich dem Pokalsieg ist sicher ein Grund dafür; ein anderer ist, dass irgendwie die ganze Saison über eine wohltuende Unaufgeregtheit zu verspüren war und auch niemand groß in Panik verfallen ist, als es phasenweise mal nicht so lief. Sicher, es gab hier und da immer irgendwen, der das Ende des Abendlandes nahe wähnte, wenn der Club dem Gegner mal nicht die Farbe aus dem Trikot geschossen hat, aber insgesamt ist es doch, über den gesamten Saisonverlauf gesehen, erstaunlich ruhig geblieben in der Festungsstadt. Das ist, würde ich meinen, zu großen Teil unserer sportlichen Führung um Mario Kallnik und Andreas Petersen zu verdanken, die es geschafft hat, mit ehrlichen und bodenständigen Ansagen das schnell euphorisierte Magdeburger Umfeld dauerhaft zu erden und auf den beschrittenen Entwicklungsweg mitzunehmen. Bleibt zu hoffen, dass dies auch in den kommenden Wochen und Monaten so bleibt.

Was die Leistung der Mannschaft betrifft, reicht eigentlich ein einziger statistischer Fakt aus, alles Wesentliche zu beschreiben: in der gesamten Spielzeit erreichte das Team um Kapitän Marco Kurth nicht ein einziges Mal den gleichen Spielausgang in drei aufeinander folgenden Partien. Die Quintessenz daraus: Konstanz ist anders. Selbige zu erreichen, ist sicherlich einer der nächsten anzustrebenden Entwicklungsschritte.

Was sonst generell noch auffällig war in dieser Saison: die Kaderplanung wurde grundsolide, frühzeitig und ziemlich Erfolg versprechend vorangetrieben. Während bereits in der Winterpause entsprechende Transfers getätigt und Verträge verlängert wurden, gelang mit der Verpflichtung von Tino Schmunck kurz nach Saisonende bereits verhältnismäßig früh die (Fast-) Komplettierung des Spielerkaders für die neue Saison. Auch das mit Blick auf die vergangenen Jahre (Stichwort u.a. „Massencasting“) äußerst bemerkens- und lobenswert.

Als „Aufreger des Jahres“ geht sicherlich zum einen die elendig lange Winterpause durch. Die ständigen Spielabsagen waren schon zermürbend und auch der Zuschauerschnitt in der Rückrunde durfte von den dann quasi geballt stattfindenden Heimspielen nicht gerade profitiert haben. Der andere ‚Aufreger‘ war abseits des Punktspielgeschehens sicherlich die kurzfristige Suspendierung von Kapitän Kurth nach einer, nun ja, Meinungsverschiedenheit mit Andreas Petersen. Letzten Endes war das wohl die Aktion mit dem größten Unruhepotential, die aber von allen Beteiligten den Umständen entsprechend souverän gelöst werden konnte. Letzten Endes sprach man sich aus, niemand verlor das Gesicht und gemeinsam gestaltete man dann die Restsaison doch recht erfolgreich.

Was sagt eigentlich die ganz persönliche Saisonstatistik? Von 15 Heimspielen konnte ich in 2012/2013 immerhin 11 live im HKS verfolgen. Dem so genannten „echten Leben“ fielen dabei aber leider auch zwei echte Schlagerspiele zum Opfer, nämlich die Begegnungen gegen den 1. FC Lokomotive Leipzig und gegen den FSV Zwickau. Ich hoffe, dass mir das in der neuen Saison nicht noch einmal passiert. Ansonsten habe ich noch einen grandiosen Sieg gegen den ZFC Meuselwitz sowie eine eher blamable Niederlage gegen die Zweite Mannschaft von Union Berlin verpasst. Oh well, würde der Brite wohl sagen. Auswärts war es dieses Jahr auch nicht ganz so dicke, vor allem mein Lieblingsauswärtsspiel in Meuselwitz fiel für mich aufgrund der Winterwetterkapriolen aus. Dafür habe ich meine Mannschaft zu beiden in Leipzig ausgetragenen Punktspielen begleiten können und bequemte ich mich außerdem noch zum Pokalfight beim 1. FC Bitterfeld-Wolfen. Wenn ich mir was wünschen müsste für die neue Saison, würde ich doch sehr gern mit nach Zwickau fahren und natürlich auf jeden Fall das Auswärtsspiel in Nordhausen mitnehmen wollen. Aus Gründen, wie man so schön sagt. Auch Meuselwitz bekommt wieder einen festen Platz im Live-Spiel-Kalender, sofern denn das Wetter mitspielt.

Mein persönliches Highlight, was die live verfolgten Spiele angeht, war ganz klar das in vielerlei Hinsicht sagenhafte Landespokalfinale gegen Halberstadt. Da kribbelt’s immer noch, wenn ich dran zurückdenke.

Das persönliche Lowlight wäre dann der blutleere Auftritt im Zentralstadion gegen den 1. FC Lokomotive Leipzig, über den ich mich doch sehr geärgert habe. Genau wie über die enttäuschenden paar hundert Lok-Anhänger, die von ihren Freunden aus der grusligen Stadt am stinkenden Fluss unterstützt werden mussten, damit überhaupt so was wie Stimmung aufkam.

Was die Saison schließlich auf einer ganz persönlichen Schiene auch noch bot, war die großartige Gelegenheit, ein paar wirklich interessante und ebenso fussballverrückte Leute kennenzulernen (wenn zum Teil auch nur ‚virtuell‘). So gab es u.a. zwei tatsächlich geplante Spieltagsbegegnungen mit dem rotebrauseblogger (spieltechnisch leider jeweils mit dem falschen Ausgang 😉 ), durfte ich mit „Damien“ von fcmfans.de eine Heimfahrt bestreiten und flammte durch die Entdeckung des BallSalats erneut die Hoffnung auf, dass es da draußen ja vielleicht doch tatsächlich den einen oder anderen vernünftigen Dynamo-Dresden-Anhänger gibt. Außerdem erschienen im Laufe dieser Saison die ersten beiden Ausgaben von OstDerby, für die ich jeweils einen eigenen Beitrag beisteuern durfte und was unter anderem auch dazu führte, dass ich nun weiß, wie die Sprecherkabine in unserem schönen HKS von innen aussieht.

So kann es also insgesamt gern weitergehen und ich bin schon sehr gespannt, mit welchen kleinen und großen Geschichten die Spielzeit 2013/2014 so aufwarten wird! Hier im Blog wird jetzt auch erst einmal so etwas wie eine ‚Sommerpause‘ eintreten. Ich bin mir aber recht sicher, dass spätestens um die große Saisoneröffnung gegen Borussia Dortmund herum an dieser Stelle wieder der eine oder andere Gedanke zum Club in hoffentlich adäquate Worte gegossen werden wird.

In diesem Sinne: Sport frei, schöne Ferien 😉 und auf ein Neues in 2013/2014!

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